Im Rahmen der akademischen Selbstverwaltung gibt es auch an der TU Darmstadt viele Gremien, in denen die Mitglieder der Unversität (Studenten, Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter und technisch-administrative Mitarbeiter) autonom über die Entwicklung der Universität entscheiden. Die grobe Struktur der Selbstverwaltung ist im Hessischen Hochschulgesetz vorgegeben. Die Mitglieder für die meisten Gremien werden jährlich in den Hochschulwahlen gewählt, die an der TU Darmstadt jedes Jahr im Sommersemester stattfinden.
Allgemein gibt es folgende Formen von Zusammenschlüssen. Umangssprachlich werden die Grenzen aber oft nicht so genau gezogen und oft einfach nur "Gremium" gesagt.
Folgende Übersichtsgraphik enthält die wichtigsten Gremien auf der Fachbereichs- und Universitätsebene. (Die Gremien auf der Fachbereichsebene gibt es für jeden Fachbereich.) Darunter findest du eine kurze Erklärung der einzelnen Gremien. Tiefergehende Informationen über einzelne Gremien findest du auf den jeweiligen Unterseiten.

An ihrem Fachbereich haben Studenten in vielen Gremien ein Mitspracherecht. Es gilt das Transparenzprinzip - das heißt, dass die Sitzungen (ausgenommen von Personalangelegenheiten) öffentlich sind. Es können also auch interessierte, nicht gewählte Studenten teilnehmen.
Das höchste Gremium am Fachbereich ist der Fachbereichsrat (FBR). Außerdem gibt es noch den Fachschaftsrat (FSR), verschiedene Berufungskommissionen (BKs), die Prüfungskommission, den Promotionsausschuss und den Studienausschuss.
Hochschulweit gibt es ebenfalls Möglichkeiten der Teilhabe. Hier greift allerdings vermehrt die "Professorenmehrheit": Nach § 37 des Hochschulrahmengesetzes müssen Hochschullehrer in Gremien, die Angelegenheiten der Lehre betreffen, über mindestens die Hälfte der Stimmen verfügen, bei solchen bezüglich der Forschung oder der Berufung neuer Professoren sogar über die Mehrheit.
Trotzdem ist es gerade dort wichtig, die entsprechenden Sitze zu belegen, um bei zentralen Themen studentische Interessen zu wahren. Auch hier gilt das Transparenzprinzip.
Die höchsten Gremien, in denen Studenten mitwirken können, sind die Universitätsversammlung (UV) und der Senat. Letzterer hat zur Vorbereitung von Entscheidungen verschiedene (Unter-)Ausschüsse eingerichtet, von denen für Studenten der Senatsausschuss Studium und Lehre (UA Lehre) am bedeutensten ist.
Deneben gibt es noch Gremien, die rein studentisch sind: Das Studierendenparlament (StuPa), das z.B. den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) wählt. Außerdem kommen einmal im Monat die Fachschaften der Universität zur Fachschaftenkonferenz (FSK) zusammen.
Über die Universität hinaus gibt es auf Landes- und Bundesebene weitere Gremien und Organisationen.
Der für Informatik-Studenten interessanteste Zusammenschluss ist die Konferenz der deutschsprachigen Informatikfachschaften (KIF). Auf der KIF treffen sich halbjährlich Informatik-Studenten aus Deutschland, Österreich und oft auch der Schweiz zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion über das Studium im allgemeinen und das Informatik-Studium im speziellen. Die Erfahrungen der Teilnehmer aus einer KIF nehmen sie mit in ihre Hochschule und versuchen oft dort, Dinge in ihrem Studium zu verbessern, die woanders erfolgreich funktionieren.
Eine (eher selten aktualisierte) Übersicht über andere Informatik-Fachschaften befindet sich im Studienführer Informatik und im KIF-Wiki.
Auf Landesebene gibt es in Hessen die Landes-Asten-Konferenz (LAK). Unregelmäßig treffen sich dort Vertreter der hessischen ASten (siehe Allgemeiner Studienausschuss / AStA) zum Austausch und um sich bei landespolitischen Fragen im Rahmen der Hochschulpolitik zu koordinieren, für die sie als organisierte Körperschaft der hessischen Studenten auch auf landespolitischer Ebene sprechen.
Auf Bundesebene treffen sich jährlich Professoren (besonders Dekane) und studentische Vertreter von Informatik-Fachbereichen auf dem Fakultätentag Informatik. Die Aufgaben des Fakultätentages liegen unter anderem in der bundesweiten Koordination der Inhalte in Informatik-Studiengängen und dem Austausch der Informatik-Fachbereiche untereinander.